30.03.2020 | Dragana Rasic

Hitachi Vantara: Datenmobilität und Sicherheit für das Cloud-Zeitalter

Die IT muss heute ihre etablierten Bereitstellungsmodelle radikal überdenken, denn Entwicklungen bei Datenwachstum und neuen Geschäftskonzepten erfordern völlig neue Ansätze. Eine leistungsfähige Objektspeicherplattform kann das sichere Tor zur Cloud sein, eine zentrale Schnittstelle des Internet of Things und gleichzeitig den Wert vorhandener Daten steigern.

Hitachi Vantara greift diese Idee mit der Hitachi Content Platform (HCP) auf, die es ITOrganisationen und Cloud-Service-Anbietern ermöglicht, File-Daten in einem einzigen System zu speichern, zu teilen, zu synchronisieren, zu schützen, aufzubewahren, zu analysieren und abzurufen. Dabei ermöglicht die HCP, Daten richtlinienbasiert und automatisch in die bevorzugten Clouds – public und/oder private – zu verschieben, und dabei jederzeit Kontrolle und Transparenz aufrecht zu erhalten, da die Metadaten sicher vor Ort gespeichert werden. HCP automatisiert alltägliche IT-Aufgaben wie die Datensicherheit und passt sich im Verlauf des Lebenszyklus der Daten an die vorgenommenen Änderungen hinsichtlich Skalierung, Umfang, Anwendungen, Speicher und Servertechnologien an. In IT-Umgebungen, in denen Daten schnell wachsen oder über Jahre aufbewahrt werden müssen, sind diese Funktionen von unschätzbarem Wert.

Objektspeicher als sicheres Tor zur Cloud

Die HCP bindet sich als Schnittstelle zwischen der lokalen IT-Infrastruktur und Cloud-Konzepten ein, um IT-Prozesse nachhaltig zu optimieren und Kosten zu reduzieren. Ein wichtiges Argument bei der Planung solcher Hybridumgebungen ist Sicherheit. Gerade Public-Cloud-Angebote sehen sich in Deutschland, häufig sicher nicht zu Unrecht, mit Vorbehalten beim Schutz wichtiger Daten konfrontiert. Für alle Daten, die über die HCP abgelegt werden, findet konsequent eine automatische Verschlüsselung statt. Der Schlüssel verbleibt aber im eigenen Haus, so dass sowohl während des Transfers als auch über den gesamten Speicherungszeitraum kein unbefugter Zugriff auf die Daten möglich ist.

Gleichzeitig ermöglicht HCP die konsequente Optimierung des genutzten Cloud-Portfolios. Abhängig von Anforderungen und Angeboten kann HCP die in der Public und/oder Private Cloud abgelegten Daten automatisch zwischen verschiedenen Angeboten migrieren und effizientes Cloud Datenmobilität und Sicherheit für das Cloud-Zeitalter Tiering betreiben. So wird das optimale Verhältnis aus Leistung und Preis gewährleistet. Hierbei setzt HCP auf bewährte Cloud-Schnittstellen wie S3, REST, Swift und weitere.

Metadaten als Schlüssel zu IoT und Big Data

Wenn es um das Internet of Things geht, wird häufig ausgeblendet, dass herkömmliche Speicherumgebungen unzureichend auf neue Szenarien vorbereitet sind. Fakt ist: Nur die Anreicherung der gespeicherten Informationen mit auswertbaren Metadaten kann Struktur in die gigantische Menge maschinell generierter Daten bringen. Denn auch der größte Datenschatz ist nichts wert, wenn man die wirklich benötigten Informationen nicht mehr auffinden kann. Die HCP bildet darüber hinaus mit intelligenter Verwaltung von Metadaten die Grundlage für schnelle und effiziente Datenanalysen im Big-Data-Umfeld. Komprimierung und Deduplizierung leisten einen erheblichen Beitrag zur Speicheroptimierung, damit auch der zu erwartende rasante Anstieg durch maschinell erzeugte Daten – Stichwort Industrie 4.0 – bewältigt werden kann, nicht zuletzt dank plattformübergreifender, intelligenter Suche und die Migration über Metadaten.

Bisher stellt sich jedoch häufig das Problem, dass alte unstrukturierte Daten nur mit wenigen Metadaten versehen und damit schwer zu verwalten sind. Dafür gibt es mit Hitachi Content Intelligence (HCI) eine Lösung, die die Erstellung von Metadaten in bestehenden Datenbeständen automatisiert. HCI analysiert den Inhalt der Dateien nach Strukturen (z.B. Namen, Zahlen, Geo-Daten etc.) und ergänzt diese Informationen bei der Ablage auf der HCP. So werden die Daten auswertbar und ihr Wert für das Unternehmen erhöht. Das kann zum Beispiel ein wichtiger Baustein für die zukünftig erforderliche EU-Datenschutz-Compliance des Unternehmens darstellen.

100% aktives Archiv – 10% Kosten

Die Archivierung von Daten ist immer ein ungeliebter Punkt auf der Tagesordnung, denn hier findet sich ein Spannungsfeld erster Güte: Im Optimalfall selten bis gar nicht genutzte Datenmengen müssen je nach Branche über sehr lange Zeiträume aufbewahrt werden. Gleichzeitig soll aber auch das Verlustrisiko minimiert und die Auffindbarkeit so groß wie möglich gehalten werden, ohne die Kosten in die Höhe zu treiben. Die Hitachi Content Platform adressiert diese Anforderungen durch einen Active-Archive-Ansatz, der ein Kostensenkungspotenzial von bis zu 90% gegenüber klassischen Archivierungslösungen mit sich bringt. Die Erfahrung zeigt, dass bis zu 80% der unstrukturierten Daten verlagert werden können, um Platz auf den Primärsystemen zu schaffen und die Gesamtkosten zu senken. HCP ist mit einer Reihe von Active-Archive-Anwendungen kompatibel, wie z.B. Veritas Enterprise Vault, Commvault Simpana, Moonwalk und der nativen, richtlinienbasierten Dateimigration von Hitachi NAS.

Die Hitachi Content Platform fungiert als zentraler Knotenpunkt der Archivverwaltung, denn sie erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen an die rechtssichere Speicherung von Unternehmensdaten durch Technologien wie WORM, Namespace Retention Mode, Retention-Klassen und-Räumen, automatisierter Inhaltsanordnung sowie Privileged Delete.

Umfassende Suchmöglichkeiten unterstützen E-Discovery sowohl zu Prüfzwecken als auch bei Rechtsstreitigkeiten.

Mehr als nur Objektspeicher

Aufgrund der langjährigen Entwicklung mit den Wurzeln bereits im Jahr 2004 verfügt HCP heute über ausgereifte Funktionalitäten, die über diejenigen reiner Objektspeicher hinausgehen. Die Erweiterungen umfassen unter anderem CIF und NFS-Cache für Remote Offices, HCP Anywhere zum Sichern und Teilen von Dateien über jedes Endgerät, ein backupfreies Konzept und hunderte Schnittstellen für eine möglichst offene Umgebung. So kombiniert HCP sämtliche Vorteile von Objektspeicher und NAS in einer einzigen Lösung. In kleinen Schritten zur neuen IT Die beste Nachricht zum Schluss: Auch wenn sich die Struktur der IT-Umgebungen und die damit verbundenen Prozesse radikal ändern werden – die HCP ermöglicht einen vergleichsweise sanften und kostengünstigen Übergang in kleinen Schritten. Statt auf neue Hardwareumgebungen zu setzen, kann HCP als Software implementiert und auf bestehenden Systemen verwendet werden, so dass die gewohnten Umgebungen und Abläufe weiter erhalten bleiben. Danach können On-Premise-Modelle schrittweise durch Private- oder Hybrid-Cloud-Komponenten ergänzt und bei betrieblicher Eignung bedarfsgerecht erweitert werden. So sind bestehende Investitionen weiterhin nutzbar und auch bereits erlernte Routinen können längerfristig gewinnbringend in das neue Konzept eingebracht werden.