16.01.2020 | Petra Nehrer

IBM Cloud Paks: Innovative Anwendungsmodernisierung aus der Cloud

IBM Cloud Paks: Innovative Anwendungsmodernisierung aus der Cloud

Die Cloud Paks von IBM machen die Entwicklung und Ausführung containerisierter Anwendungen und Kubernetes-Workloads einfach wie nie. Was steckt hinter dem vielseitig einsetzbaren Konzept, das die schnelle Migration in jede Cloud-Umgebung erlaubt?

Michael Sigmund kennt die zahlreichen Vorteile der Cloud. Doch er weiß auch um die Vorbehalte vieler Unternehmer, wenn es an die Auslagerung von geschäftskritischen Prozessen geht. „Nur etwa 20 Prozent der Workloads wurden in den vergangenen Jahren in die Cloud migriert, 80 Prozent blieben unangetastet“, berichtete der Certified IT Architect von IBM Deutschland beim Tech Data Innovation Day.

Inzwischen macht sich jedoch auch bei kleineren Unternehmen die Erkenntnis breit, dass sie ihre Applikationen modernisieren müssen, wenn sie im Wettbewerb bestehen wollen, der durch die Digitalisierung verschärft wird. „Wer lediglich seine alten Anwendungen auf eine neue Plattform hievt, löst kein Problem. Mit diesem Vorgehen entstehen weder Agilitätsgewinne noch lassen sich wichtige Prozesse beschleunigen.“

An einer leicht skalierbaren Hybrid-Cloud-Infrastruktur führt also kaum ein Weg vorbei. „Technologisch sind wir in der Lage, nahezu alle Schichten einer Lösungsinfrastruktur zu virtualisieren. So genießt der Endkunde alle Freiheiten, wenn er vor der Entscheidung steht, welche Workloads künftig On-Premises im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud betrieben werden. Die Zauberwörter heißen Kubernetes und Docker.“ Die Container-Technologie hat die Bereitstellung von Anwendungen revolutioniert. Noch nie war es so einfach, Applikationen auf unterschiedliche Plattformen zu bringen. Die zentrale Verwaltung der Container in Netzwerken übernimmt dann Kubernetes.

Maßgeschneiderte Tools für geschäftskritische Anwendungen

Hier kommen die IBM neuen Cloud Paks ins Spiel: Sie geben dem IT-Channel die Möglichkeit, vorkonfigurierte Lösungen für Aufbau, Integration, Ausführung und Verwaltung containerisierter geschäftskritischer Anwendungen anzubieten. Wo normalerweise ein komplexer Software-Stack erforderlich wäre, um ein hohes Maß an Variabilität zu erreichen, setzt IBM auf integrierte Pakete mit optimal aufeinander abgestimmten Komponenten. Als Basis dienen mehr als 100 Produkte aus dem IBM Softwareportfolio, die für den Einsatz auf Red Hat OpenShift optimiert sind. Dabei werden alle relevanten Bereiche abgedeckt – vom Identitätsmanagement über die Sicherheit bis zur Protokollierung. „Der Kunde muss sich nicht darum kümmern, welches Produkt ihm eine bestimmte Funktionalität liefert. Zudem stellen wir sicher, dass die Anwendungen auf allen möglichen Hardware-Plattformen laufen: On-Premises, in der Private und Public Cloud oder in einem Pre-Integrated System.“

Unterstützt werden neben der IBM Cloud und Red Hat OpenShift auch große öffentliche Plattformen wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure, OpenStack oder Google Cloud. „Die Cloud Paks funktionieren nach dem klassischen Lego-Prinzip“, erklärt der IT-Experte. „Wer Lego-Steine in verschiedenen Größen und Farben hat, kann davon ausgehen, dass alle aufeinanderpassen. Er hat aber noch kein Haus gebaut. Im übertragenen Sinne wird diese Aufgabe bei den eingesetzten Softwarekomponenten von den Cloud Paks übernommen.“

Folgende Cloud Paks sind derzeit verfügbar:

  • Das Cloud Pak for Applications hilft Unternehmen bei der Bereitstellung, Ausführung und Modernisierung von Anwendungen.
  • Das Cloud Pak for Data dient zur Automatisierung, damit Unternehmen wichtige Erkenntnisse aus ihren Daten ziehen und diese über eine offene Architektur virtualisieren können.
  • Das Cloud Pak for Integration unterstützt bei der Integration von Daten, Anwendungen, Cloud-Services und Programmierschnittstellen (APIs).
  • Das Cloud Pak for Automation bietet Support bei der Entwicklung von Automationsanwendungen und deren Betrieb in jeder Cloud-Umgebung.
  • Das Cloud Pak for Multicloud Management umfasst neben der Multicloud-Transparenz die Bereiche Governance und Automatisierung.
  • Das Cloud Pak for Security bietet die Möglichkeit, verschiedene, unabhängig voneinander arbeitende Security-Tools zu integrieren, um potentielle Bedrohungen besser zu erkennen.

Allen Lösungen gemein ist das einheitliche und intuitive Dashboard. Dadurch wird neben der Transparenz über mehrere Clouds hinweg sichergestellt, dass die Komponenten auch von Mitarbeitern mit geringer IT-Expertise bedient werden können.

Vielfältige Vermarktungsmöglichkeiten für Businesspartner

Für welche Unternehmen eignen sich die innovativen Pakete, die über die hybride IBM Multicloud-Plattform bereitgestellt werden? „Der Mehrwert entscheidet sich nicht an der Größe, sondern am Nutzen und an der erzielbaren Wertschöpfung“, betont Sigmund. „So passt das Cloud Pak for Multicloud-Management hervorragend zu mittelständischen Service-Providern, die für ihre Kunden nach einer komfortablen Lösung für ein umfassendes Infrastrukturmanagement suchen. Auf diese Weise können Komponenten in der Cloud und im eigenen Rechenzentrum betrieben werden.“

Neben den Cloud Paks können die Partner auch die passende vorkonfigurierte Hardware verkaufen. „Aktuell sind die Cloud Paks mit ihren Funktionalitäten konkurrenzlos. Das Interesse im Markt ist enorm.“ Keineswegs dürfe man die Pakete mit Software-Bundles vergleichen. „Es ist eine Menge Arbeit, die kombinierten Produkte aufeinander abzustimmen und sie mit einem Common-User-Interface zu verbinden.“

Die Komplexität der Software-Stacks eröffne dem Handel „nahezu unerschöpfliche Felder für Geschäftsmöglichkeiten“, so Michael Sigmund. Auch das Anpassen der Paks an individuelle Kundenwünsche sei ein vielversprechender Businessansatz. Der IBM Senior IT Architect warnt aber vor Fehleinschätzungen, die er immer wieder bei Handelspartnern sieht: „Versprechungen wie ,Ich beschaffe dir das günstigste Cloud-Paket, das du bekommen kannst‘ sind kein tragbares Businessmodell mehr. Auch Cloud-Lösungen im Allgemeinen als „viel zu unsicher“ zu brandmarken, um das eigene On-Premises-Geschäft zu sichern, sei falsch: „Beide Welten – die physische und die virtuelle – werden im Unternehmensumfeld noch sehr lange nebeneinander existieren!”

Sie haben Interesse an den IBM Cloud Paks und möchten mehr zu dem Thema erfahren? Wir beraten Sie gerne persönlich und beantworten Ihre Fragen!

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Petra Nehrer
Business Unit Manager
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