15.02.2021 | Julian Incko

Was IoT-basierte Lösungen zum "Return to Normal" beitragen können

Homeoffice, Maskencheck, Abstandsregeln – das ist der Alltag, mit dem sich ein Großteil der Menschen zur Zeit konfrontiert sieht. Kollegen begegnen sich nur noch in Videokonferenzen und das öffentliche Leben ist ebenfalls zum Erliegen gekommen. Doch auch wenn momentan „Distanz halten“ das oberste Gebot ist, wird früher oder später „Return to Normal“ wieder Thema werden. Egal ob dies morgen, in einem Monat oder in einem Jahr passiert: Die richtige technische Lösung kann Unternehmen bei der reibungslosen Umsetzung seiner „Return to Normal“-Strategie maßgeblich unterstützen. Hierzu hat sich unsere Redaktion mit zwei Experten unterhalten: Maximilian Wieser, Teamlead Sales der Business Unit Security, Mobility, Analytics & IoT bei Tech Data und Jörg Hensen, CSO von G2K.

Herr Hensen, auf was basiert eure Lösung mit der ein „Return to Normal“ realistischer wird?

Jörg Hensen: Unsere Lösung basiert auf der Softwareplattform Parsifal, die in der Lage ist verschiedenste Datenquellen zusammenzuführen und auf Basis von künstlicher Intelligenz zu analysieren. Ich gebe einfach mal ein Beispiel: Stadien und Sportarenen haben das große Problem, dass im Moment keine Zuschauer zugelassen sind. Mit unserer Lösung ist es möglich, potenzielle infizierte Personen frühzeitig zu erkennen, zum Beispiel durch die kamerabasierte Messung von Körpertemperaturen und das automatisierte Erkennen von Masken oder auch durch Kameraaufnahmen das Einhalten von Abständen zu unterstützen. Es handelt sich also um Gesamtkonzepte für die Rückführung von Zuschauern, unterstützt durch Technologien. Wir können so dabei helfen, identifizierte Personen gar nicht erst ins Stadion zu lassen und sorgen zudem dafür, dass im Stadion die Abstände eingehalten werden und dass es zu keiner Überfüllung kommt. Darüber hinaus lässt sich das Ganze natürlich in vielen Bereichen anwenden, da die gesamte Gesellschaft „Back to Normal“ kommen möchte. Wir sprechen hier über Hotels, Schulen, Universitäten, öffentliche Gebäude, Industrieanlagen, Shopping Malls, Flughäfen und auch Bahnhöfe. im Prinzip überall dort, wo „Back to Normal“ bedeutet, dass Menschen wieder in die Infrastruktur gelangen.

Bei allem Verständnis um die aktuelle Situation: Geht es hier nur um „Return to Normal“ oder in Wirklichkeit um noch viel mehr?

Jörg Hensen: In der Tat kann man mit unserer Lösung noch viel mehr erreichen. Parsifal ist konzipiert um letztlich insbesondere zwei Standardsegmente abzubilden in denen wir schon seit Jahren unterwegs sind. Zum einen das Sicherheitsmanagement: Wir können Sicherheitsüberwachungsanlagen an Bahnhöfen, Flughäfen, Shopping Malls oder Stadien intelligent machen um bei Sicherheitsvorfällen, wie abgestellte Gepäcksstücke, Überfüllung und Vandalismus zu unterstützen oder Personen in bestimmten verbotenen Zonen automatisiert zu erkennen. Wir generieren Alarme für die Operators am Sicherheitsleitstand und helfen ihnen dabei, schneller und effizienter zu agieren. Zum anderen sind wir insbesondere im Bereich Customer Insights und Variable Insights für den Einzelhandel aktiv, das heißt wir stellen unseren Kunden in Echtzeit managementrelevante KPIs über die Target Groups zur Verfügung und helfen so Produkte besser zu platzieren und Werbeansprachen zu optimieren – oder ermöglichen es z.B. Shopping Mall-Betreibern die Miete der Geschäfte basierend auf der Frequentierung der jeweiligen Ladenfläche anzupassen. Das sind letztlich die zwei Standard Segmente in denen wir seit Jahren weltweit erfolgreich im Einsatz sind und wo Parsifal hilft die Prozesse unserer Kunden in Echtzeit zu optimieren.

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Parsifal – toller Name. Ich verbinde damit Heldentum. Wie sind Sie auf den Namen gekommen?

Jörg Hensen: In der Tat hat das was mit Heldentum zu tun. Uns allen ist sicherlich die Oper „Parsifal“ von Richard Wagner bekannt, bei der es sich um ein weltweit bekanntes Werk handelt, das „made in Germany“ ist – in unserem Fall ist es deutsche Technik für die Welt. Der Inhalt dreht sich außerdem um einen jungen Menschen, der versucht die Komplexität der Welt zu verstehen und das passt natürlich perfekt zu unserer Story, zu dem was unsere Softwareplattform Parsifal bietet. Darüber hinaus gibt es in der Codierungs- und Technikersprache auch sogenannte „Parse“, bei denen es darum geht, Analysen zu betreiben – also quasi im doppelten Sinne ein Match, sodass Parsifal zu uns passt und wir uns auch gerne dem Heldenmütigen annehmen.

Herr Wieser, was macht die Lösung von G2K so einzigartig?

Maximilian Wieser: Tech Data investiert seit Jahren in die Bereiche Security, Mobility, Analytics & IoT. Zum Beispiel auf Basis von unseren 360 Grad Security Ansatz, bei dem wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen, da dieser gesund bleiben muss.

Bedeutet das nicht vollkommen neue Geschäftsmodelle?

Maximilian Wieser: Ja natürlich, wir sehen wahnsinnig viele neue Szenarien mit unterschiedlichsten Anforderungen. Dabei geht es darum für Endkunden Use Cases zu identifizieren, Lösungen zu konzipieren, die Anwendung zu gestalten und dann in den Geschäftsprozess zu integrieren. Für diese komplexen Herausforderungen braucht man einen Trusted Advisor.

Herr Hensen, können Sie uns vielleicht die Maskenerkennung und die Körpertemperaturerfassung anhand eines konkreten Beispiels erklären?

Jörg Hensen: Selbstverständlich. Bei der Fifa Scanning Station, die in Stadien, Shopping Malls, an Bahnhöfen oder auch in Hotels zum Einsatz kommt wird beispielsweise meine Körpertemperatur analysiert und wenn ich einen gewissen Schwellwert überschreite, bekommt der Operator den Hinweis nachzumessen bzw. zu separieren, sodass ich nicht mehr in den gefährdeten Bereich oder hinter das Access-Kreuz am Stadion komme.

 

Darüber hinaus wird eine Maskenerkennung auf Basis der Kamera-Streams durchgeführt, sodass auch hier der Operator einen Hinweis bekommt, wenn ich keine Maske trage.

Das Ganze ist vernetzt durch Parsifal, wodurch der Operator weiß, wo und wann welche Alarme aufkommen und wie er reagieren muss – wie beispielsweise durch persönliche Ansprache, durch Ampelsysteme oder buchstäbliche Cages auf mobilen Endgeräten. Parsifal kann so vieles und ist state-of-the-art im Bereich Daten. Wir sind in der Lage verschiedenste Datenquellen zu vernetzen und verschiedenste Analyse-Komponenten zu nutzen um Wissen zu generieren und unseren Kunden dabei zu helfen, in Echtzeit Situationen besser zu begreifen und ihre Prozesse zu optimieren. Sind Sie Betreiber einer Shopping Mall und möchten mehr über den Kundenstrom und sein Verhalten wissen oder haben Sie Angst vor Sicherheitsrisiken? Nutzen Sie unsere Plattform. Wenn Sie als Flughafenbetreiber, als öffentliches Verwaltungsgebäude, als Bahnhof, Schule oder Sportarena Sicherheitsrisiken frühzeitig erkennen und zugleich mehr über ihre Besucher wissen wollen, nutzen Sie Parsifal. Wir sind der festen Überzeugung, dass Sie mit unserer Technologie den Markt revolutionieren werden.

Danke für das Gespräch! Was wir und hoffentlich unsere Leser heute mitgenommen haben ist Folgendes:

G2K bietet nicht eine Lösung, sondern abhängig davon wie die Algorithmen programmiert werden, eine unglaublich skalierbare Security-Lösung. Neben „Return to Office“ gibt es eine Vielzahl an Menschenversammlungen, bei denen eine Sicherheitstechnologie zwingend notwendig ist – eine Tatsache, die auch dem bayrischen Wirtschaftsministerium bewusst ist. So hat sich dieses vor Kurzem selber ein Bild von den Lösungen von G2K gemacht, und sich in einer Pressemitteilung positiv über diese geäußert: „Veranstaltungen werden wieder möglich sein, wenn Lösungen entwickelt werden, die die Menschen effektiv vor einer Virus-Ansteckung schützen“. Letztendlich sind wir alle dafür verantwortlich, ein Höchstmaß an Schutz zu erzeugen. Man kann jedem Partner empfehlen mit seinen Kunden auch dahingehend den Bedarf abzuklären und selbst die ungewöhnlichsten Anforderungen an das Experten-Team weiterzugeben, denn keine Lösung gibt es nicht.