15.09.2022 | Klarissa Feichtinger

Wie kann Videosicherheit nachhaltiger werden?

In den meisten Branchen stoßen Umweltschutz und Nachhaltigkeit auf sehr großes Interesse. Auch die Sicherheitsbranche bildet hier keine Ausnahme. Die meisten Unternehmen, die in neue Sicherheitssysteme investieren oder ihre bestehenden Systeme auf den neuesten Stand bringen möchten, sorgen sich um die Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Wenn es um die Vereinbarkeit von Umweltauswirkungen und Business Zielen geht, sind dabei drei Bereiche entscheidend:

  • umweltschädliche Stoffe und Materialien
  • eine Lebenszyklus-Perspektive
  • Energieverbrauch

Vor allem der letzte Punkt ist gerade top aktuell und spielt aufgrund der derzeitigen Energiekrise eine sehr wichtige Rolle. Es gibt einige Möglichkeiten, Energieverbrauchsfaktoren zu identifizieren und zu reduzieren. Zum Beispiel können mit lichtoptimierender Technologie scharfe Farbbilder und überlegene forensische Details auch dann wiedergeben werden, wenn es fast völlig dunkel ist. In der Praxis bedeutet dies, dass keine großen Bereiche mit weißem oder IR-Licht beleuchtet werden müssen, um eine erforderliche Sicherheit zu gewährleisten. Mit dieser Art von Technologie gelang es z.B. einer Schule, die Kriminalitätsrate deutlich zu senken. Der Stromverbrauch in den verschiedenen Schulen konnte auf diese Weiße erheblich reduziert werden, was wiederum zu beträchtlichen Einsparungen von Steuergeldern führte.

Ein wesentlicher Aspekt des nachhaltigen Designs konzentriert sich auf den Produktlebenszyklus und darauf, wie Unternehmen zu einem Kreislaufmodell übergehen können. Neben der Beschaffung nachhaltiger Rohstoffe stellt sich dabei die Frage, wie nachhaltig die Herstellung ist und ob die Produkte ein „zweites Leben“ haben können? Können sie nach der Nutzungsphase repariert, wiederverwendet oder upgecycelt werden, anstatt auf einer Mülldeponie zu landen? Auch Axis erhöht kontinuierlich den Einsatz von recycelten und erneuerbaren Materialien in ihren Produkten. So wurde während des Jahres 2021 der Gesamtverbrauch an erneuerbaren kohlenstoffbasierten Kunststoffen von 23 auf 51,5 Tonnen verdoppelt.

Damit die Produkte in einem Sicherheitssystem Menschen und Umwelt nicht schaden, sollten sie keine gefährlichen Rohstoffe oder Substanzen enthalten. Zu diesen Materialien gehören z. B. PVC (Polyvinylchlorid) oder potenziell giftige und krebserregende BFRs/CFRs (bromierte und chlorierte Flammschutzmittel). Axis hat mit der AXIS Q1656 eine Kamera gelauncht, die den biobasierten Kunststoff EcoPAXX enthält. Dabei handelt es sich um ein Hochleistungspolyamid, das aus erneuerbarem Rizinusöl hergestellt wird und von der Wiege bis zum Ende des Lebenszyklus klimaneutral ist. Diese und weitere Informationen können im Axis Nachhaltigkeitsbericht 2021 nachgelesen werden.